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Gesetzentwurf gefährdet preiswerten TV-Empfang
Verfasst: Mo 24. Aug 2020, 10:17
von Mr.Charly
Sozialhilfeempfänger bleiben auf den Kosten sitzen
Berlin, 24. August 2020. Nach einem Gesetzentwurf aus dem Bundeswirtschaftsministerium sollen künftig nach einer Übergangsfrist die Kabelgebühren nicht länger über die Betriebskosten der Wohnung abgerechnet werden. Die Folge: Für 12,5 Millionen deutsche Haushalte würde Fernsehen deutlich teurer.
https://www.telecolumbus.com/app/upload ... ang-_D.pdf
Re: Gesetzentwurf gefährdet preiswerten TV-Empfang
Verfasst: Di 25. Aug 2020, 11:47
von marker33
Naja, das ist ein Thema, was für Diskusionen sorgen wird.
Hat Beides vor und Nachteile.
Was dafür sprechen würde:
- Für kapitalmarktorientierte Vermieter wie die Deutsche Wohnen, würde die Rechnung mit der Gründung eines eigenen Kabelnetzbetreibers wie Synvia nicht mehr aufgehen und die Mieter müssten dann die teueren Gebühren nicht mehr Zwangsweise zahlen.
- das interesse an linearen TV geht immer weiter zurück. Mieter könnten dann wählen
- Alternative Empfangsformen würden gefördert (TV-Streaming / DVB-T). Beides geht deutlich preiswerter, als TV via Kabel.
- Auflösung der Preisverfälschung bei Internet via Kabel. Bisher werden die Preise ohne die Kabelgebühr angegeben.
Ich persönlich würde es begrüßen. TV habe ich nur noch sehr selten an und die ÖR via DVB-T würden mir reichen. Die Hauptunterhaltung kommt schon heute via Mediatheken, Netflix, Amazon Prime und Disney+ ins Haus. Unter dem Strich würde ich persönlich sparen.
Re: Gesetzentwurf gefährdet preiswerten TV-Empfang
Verfasst: Di 25. Aug 2020, 15:45
von Mr.Charly
Für mich sind wieder Netflix, Amazon Prime und Disney+ gar nichts. Wenn ich da stundenlang irgend welche Videos such soll. Absolut nicht mein Ding. Amazon Prime habe ich hauptsächlich nur für Silverline TV & Gute Laune TV. Da ich die TV Sender nur als Prime Kunde buchen kann.
Bei Netflix & Disney+ war ich noch nie Kunde.
Re: Gesetzentwurf gefährdet preiswerten TV-Empfang
Verfasst: Di 25. Aug 2020, 16:48
von Andreas
Mr.Charly hat geschrieben: Mo 24. Aug 2020, 10:17
Berlin, 24. August 2020. Nach einem Gesetzentwurf aus dem Bundeswirtschaftsministerium sollen künftig nach einer Übergangsfrist die Kabelgebühren nicht länger über die Betriebskosten der Wohnung abgerechnet werden.
Um den Wettbewerb gegenüber den Mitbewerbern, wie z.B. der Deutschen Telekom, 1&1, O2, Vodafone und Weitere zu stärken, würde ich es persönlich auch begrüßen, wenn aus der
Betriebskostenverordnung - und darum geht ja eigentlich hier - der
§ 2 mit der Nr. 15 b BetrKV ersatzlos gestrichen werden würde, da ja für die Telefonleitung, Wasserleitungen, Stromleitungen u.s.w. auch nichts extra an Nebenkosten berechnet wird.
Da es auch andere Zugangswege zum Fernsehen gibt, wie z.B. DVB-T2, Satellit und das Internet, wird es aus meiner Sicht eher günstiger werden.
Re: Gesetzentwurf gefährdet preiswerten TV-Empfang
Verfasst: Di 25. Aug 2020, 19:04
von casrob90
Ich kann Unternehmen wie Pyur verstehen, man verliert auf einen Schlag alle die Selfsat/Sat oder DVB-T2 benutzten trotz Kabel, die die Internet/IPTV nutzen (Magenta, Zattoo, 1&1TV ect.) oder einfach gar kein lineares TV mehr schauen.
Billig finde ich nur den das Argument mit dem Preis, 1&1 oder die Telekom haben auch nur das Geld ihrer Kunden um Netze auszubauen. Pyur bekommt zum Beispiel, obwohl ich es nicht nutze trotzdem jeden Monat mein Geld.